Community! Jetzt Auch In Schland-TV!

Gut gemacht, Prosieben! Ausnahmsweise hat irgendjemand in Schland-TV-Land ein Fünkchen Intelligenz und Menschenverstand bewiesen und sich die Ausstrahlungsrechte für Community gesichert. Läuft seit gestern Nachmittag, wer’s noch nicht gesehen hat und’s lieber auf Schlandsprache sehen will (wie immer, bei Sitcoms, gilt die Regel für O-Ton-gucken: die Leute reden schnell und mit viel Slang – aber es lohnt sich, weil die Witze besser funktionieren) und/oder am Samstagnachmittag konstruktivere Dinge zu tun hat, kann die ersten Folgen auf der Prosieben-Homepage anschauen. Die geneigten Leser*Innen sind hiermit offiziell dazu aufgefordert, das zu tun. Marsch, Marsch! Давай, давай!

Warum nun der ganze Wirbel? Weil Community eine der großartigsten Serien ist, die das Amiland in den letzten Jahren fabriziert hat. Ich bin eine Glotzerin, die Sitcoms normalerweise mindestens wegen des canned laughter (gibt’s in Community dankenswerter Weise übrigens keins) nur sporadisch und nicht gerade chronologisch-folgenweise anschaut. Scrubs war (wenigstens etwa 5 Staffeln lang) putzig, Two and a Half Men finde ich nicht sehr lustig, Big Bang Theory dagegen sehr (aber davon geht einfach nicht so viel auf einmal) und How I Met Your Mother… öh. Ja. Ich mag’s schon, aber nicht unbedingt mein liebstes Format.

Community schon. (Die Prezi funktioniert am besten im Vollbildmodus – unter „more“ zu finden!)



Und damit Ihr die Schlandstimmen auch schon mal gehört habt, hier gibt’s ein Fanvideo von und mit den Synchronsprecher*Innen.

Was Community aus der Masse der Sitcoms herausstechen lässt, ist, dass es sosehr mit dem beschäftigt ist, was tvtropes.org „Lampshade Hanging“ nennt – das heißt, klischeehafte und/oder absurde Handlungsstränge in der Serie selbst durch Referenzen, Anspielungen, Ironie als solche zu entlarven. Die Figur Abed, die denkt, dass das Leben nach den Gesetzmäßigkeiten von Fernsehserien und Filmen funktioniert, ist sozusagen ein lebendiges Tropen- und Popkulturreferenzenlexikon. Dadurch wird aus einer guten Sitcom eine Art Metakommentar zur Amerikanischen Popkultur – das alles zu verstehen ist nicht ganz einfach, was wohl auch das größte Problem der Serie ist. Sie ist einfach zu klug.
Das ist genau das, was mir daran gefällt (Grundsätzliche Regel: Je mehr von diesen Lampenschirmen aufgehängt werden, desto lieber mag ich die Serie). Ich mag das.

Auch wegen dem genialen Doctor Who Spoof. Aber das würde jetzt zu weit führen.

Lady Squid’s Sad Songs: CocoRosie, Ночные Снайперы, The Smiths

Lady Squid’s Sad Songs

Irgendwie war mir so danach…
Ich muss zugeben, eigentlich hab ich’s gar nicht so mit traurig. Ich mag eigentlich eher heitere Musik. Je GLITZER, desto besser, das ist ja bekannt. Allerdings, und das wird für die geneigten Leser_Innen wohl nicht gerade ’ne große Überraschung sein, habe ich durchaus Sinn für DRAMA und gelegentlich auch für Tragik. Ich mag Gedichte. Ich lerne Russisch. Ich esse gerne Tofu. Soll heißen: Ich bin eine dramatische Person. So yeah. Mit der Musik geht’s nach dem Cut los.
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Don‘t Say Gay in Russland II: Was Madonna und die meisten von uns grad irgendwie vermurxen

Madonna hat ein neues Album, das, zumindest einer großen deutschen Tageszeitung zufolge, eher mittelmäßig sein soll. Madonna hat außerdem zwei Konzerte in Russland geplant, im August. Sie wurde von einer russisch-amerikanischen Autorin und Journalistin, Mascha Gessen (Liebes Queer.de, Mascha ist ein weiblicher Name, genauer gesagt eine Verniedlichung von Maria. Bitte gebt Euch ein bisschen Mühe beim Recherchieren! Danke), zusammen mit einigen Wirtschaftskonzernen in einem Blog der New York Times dazu aufgefordert, das Konzert in St. Petersburg abzusagen, bzw. Russland zu boykottieren. Das würde sowohl Madonna, als auch die Stadt ziemlich viel Geld kosten.
Nun wird Madonna sich zwar nicht auf einen Boykott einlassen, aber sie hat angekündigt, bei ihrem Konzert öffentlich gegen das „Homosexuellen-Propaganda“-Gesetz zu verstoßen und sich für die Rechte von LGBT-Personen auszusprechen. Soweit, so gut.

Damit habe ich persönlich gar kein Problem. Die ganze Chose gibt vor allem eins: einen Haufen Publicity. Das ist gut.
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Don‘t Say Gay in Russia: Mucke. Echte, russische, queere. Ja, es gibt sie!

Das Gesetz, das in St. Petersburg gerade im Begriff ist, in Kraft zu treten, das sogenannte „Werbung für Homosexualität“ verbietet, ist, wie mensch-mit-Hirn-und-Herz wahrscheinlich schnell gemerkt hat, eine Abscheulichkeit sondergleichen. Das wird nicht gerade besser, wenn mensch weiß, dass solche Gesetze bereits in drei (weniger prominenten) Regionen gelten und von zwei weiteren auf Bundesebene gefordert wird. Ein riesiges YAY für die Aktivist_Innen, die sich mit solchen Voraussetzungen konfrontiert sehen und trotzdem weiter machen. Удачи! Успехов!

Mucke gibt’s nach dem Cut!
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Mucke für Herrn Hood: My Heart Belongs To Cecilia Winter

Ich wollte heute morgen ja eigentlich anfangen, die To-Do-Liste abzuhaken, aber dann habe ich My Heart Belongs To Cecilia Winter gefunden und habe mir gedacht, das müsste eigentlich meinem Lieblingspartisanen gefallen. Deswegen hier ein extra Eintrag für Mr Hood.

MHBTCW kommen aus der Schweiz und laut laut.de singen sie darüber, wie kacke es doch ist, in der Schweiz zu leben. Ich muss sagen, das finde ich sympathisch.
Hier auf Soundcloud:

und auf Youtube, in der Akustikversion: